Im Mitteilungsblatt der Gemeinde Ranstadt, Ausgabe November 2017 veröffentlicht.

Kinder-Kirchentag ganz im Zeichen der Reformation

Im Zeichen der Reformation – und dabei ganz besonders von Martin Luther und seiner Frau Katharina - stand der diesjährige ökumenische Kinderkirchentag am 30. September 2017. Im Gemeindehaus trafen sich 18 Kinder und das Kigo-Team. Mit einer kurzen Beschreibung der wichtigsten Stationen Luthers, Anspielen aus der Wartburg und der Küche in Wittenberg, fröhlichen Liedern und Spielen zur Reformation verging die erste Stunde. Auf Matten und Kissen ließ es sich gut zuhören. Nach Brotbacken und Vertrauensspielen folgte die weitere Aktivitäten: wie sah es wohl in der Küche von Katharina Luther aus. Für den Erntedankgottesdienst am folgenden Sonntag wurde Erntekörbchen vorbereitet: ohne Kartoffel und Tomaten (die gab es damals noch nicht) und ohne Zucker und Gewürzen (waren viel zu teuer).

 

Dass es Apfelkuchen zur Stärkung gab, war ein Zeichen für die letzte Aktion: zum Jubiläumsjahr haben alle zusammen ein Apfelbäumchen neben der Kirche gepflanzt.

Bei trockenem Wetter verging der Nachmittag wie im Flug. Alle hatten einen schönen ausgefüllten Tag. Mit der Einladung zum Familiengottesdienst am nächsten Morgen wurden die Kinder verabschiedet.


 

Am Sonntag, 1. Oktober wurde im Familiengottesdienst zum Erntedankfest vom Kindertag berichtet und die Kinder erzählten aus Luthers und Katharinas Küche.

 

 

 

 

 

 

 


Im Mitteilungsblatt der Gemeinde Ranstadt, Ausgabe Oktober 2017 veröffentlicht.

OPPENHEIM OBER- UND UNTERIRDISCH

Dass das Weingut Manz in Weinoldsheim/Rheinhessen sehr gute und mehrfach ausgezeichnete Weine produziert, wussten schon viele Ranstädter. Anlässlich der Wiedereinweihung der Ev. Kirche im Januar 2017 hatte der Kirchenvorstand einen sehr guten Roten vom Winzer Manz als Festwein geholt. Warum also nicht mal einen Ausflug nach Rheinhessen mit Besuch dieses Weingutes verknüpfen? dachte sich der Kirchenvorstand. So war das Ziel für die diesjährige Tagestour schnell gefunden.

 

Am Samstag, 9. September‘17 starteten die Ausflügler mit Ziel Oppenheim; zunächst mit verhaltener Reiselaune, da es bis kurz vor Oppenheim regnete. Doch vor Ort konnte das Tagesprogramm wie geplant ablaufen, die Schirme blieben in der Tasche. Ein Oppenheimer mit Leib und Seele führte die Gruppe durch die Altstadtgassen und gab Auskunft über die historische Entwicklung der Stadt. Von der Ruine Landskron oberhalb der Altstadt bot sich ein herrlicher Ausblick in die Umgebung. Absolut sehenswert war auch die Katharinenkirche, auch Oppenheimer Dom genannt, mit ihren kostbaren und prächtigen Glasfenstern sowie das Beinhaus auf dem Kirchengelände.

 

Nach der Mittagspause nutzten viele die Gelegenheit mit dem Gästeführer in den „Untergrund“ zu gehen. Diese Führung zeigte einen gut begehbaren Teil der unterirdischen Gänge und Kelleranlagen unter der Altstadt, die im Mittelalter als Warenlager, Verbindungs- und Fluchtwege gegraben wurden. Erst viel später wurden auch Weinkeller daraus. Im 2. Weltkrieg dienten einige dieser Keller auch als Luftschutzkeller.

 

Nach dem Ausflug in die Vergangenheit Oppenheims und Stärkung in der neuzeitlichen Gastronomie fuhr man weiter durch die Weinberge nach Weinoldsheim. Die Winzerfamilie Manz hieß die Ranstädter in ihrem Stammsitz in der Ortsmitte willkommen und präsentierte während der Weinprobe eine Auswahl ihrer Weine aus unterschiedlichen Lagen. Sie bewirtschaften eines der größten Weingüter in Rheinhessen und haben mittlerweile auch die Weinanbauflächen der Ev. Landeskirche gepachtet.

 

Zum Abschluss dieses gelungenen Ausfluges kehrte die Gruppe zum Abendessen im Landgasthof „Alter Bahnhof“ in Glauberg ein.

(Text und Fotos: G. Knauß)

 


Ranstadt   28.04.2017     im Kreis-Anzeiger

 

Von Bach bis zu den Beatles

Zeigten eine beeindruckende Leistung: Die jungen Musiker des Ensembles unter der Leitung                                             von Albert Wanner (hinten in der Mitte). Foto: I. Müller

 

KONZERT: Blechbläserensemble Brass-ON begeistert mit anspruchsvollen Mix aus weltlichen und geistlichen Liedern

 

RANSTADT (mü). Mit stehendem Beifall haben die Zuhörer in der evangelischen Kirche Ranstadt das Blechbläserensemble Brass-ON des Posaunenwerks der Evangelischen Hessen-Nassau gefeiert. Gut zwei Stunden lang begeisterten die durchweg jungen Musiker unter Landesposaunenwart Albert Wanner – allesamt selbst Solisten sowie Absolventen der Leiterausbildung für Posaunenchöre – mit einem anspruchsvollen Mix aus weltlichen und geistlichen Liedern von Bach bis zu den Beatles. Die Moderation wurde demokratisch aufgeteilt, jeder Bläser übernahm die Ansage eines anderen Stückes.

 

Das Konzert begann mit einem festlich-fanfarenähnlichen Eröffnungsmarsch von Johann Sebastian Bach, dem ein jazziger Blues March aus der Feder des US-amerikanischen Posaunisten Raymond Premru (1934 bis 1998), dessen Schaffen zahlreiche Bläser in seiner Nachfolge beeinflusst hat. Der Welthit „Afrikaan Beat“ des deutschen Bigband-Leaders und Komponisten Bert Kaempfert (1923 bis 1980) war vielen Zuhörern erkennbar noch im Ohr, wovon wippende Füße und ein leichtes Schwingen quer durch die Reihen zeugten. Dem Genre Filmmusik erwiesen Brass-ON mit dem Titelsong zu „Frühstück bei Tiffany“ von Henry Mancini (1924 bis 1994) die Ehre, der italo-amerikanische Komponist und Arrangeur kam später noch einmal mit seinem berühmten „Pink Panther“ zu seinem Recht. Der zeitgenössische Komponist Chris Hazell (geb. 1948) hat den „Brass Cats“ gleich mehrere Werke gewidmet – hier wurde mit verspielter musikalischer Lautmalerei das jüngste Kätzchen („Kraken“) vorgestellt. Kontrastreich gestaltete sich „Children of Sanchez“, eine weitere Filmmelodie, diesmal von Chuck Mangione (geb. 1940). Der US-Amerikaner schuf damit ein emotionales Musikstück als Ouvertüre zu einer gesellschaftskritischen Leinwandstory: „Children of Sanchez“ schildert das Schicksal eines verarmten Witwers, der in den Slums von Mexico City versucht, sich und seine vier Kinder über Wasser zu halten.

 

Der zweite Teil des Konzertes begann mit Impressionen aus der fünfteiligen Jazz-Suite „Ein Londoner in New York“ des britischen Komponisten Jim Parker (geb. 1934), gewidmet den „Echoes of Harlem“ und dem eleganten „Chrysler Building“, mit 319 Metern einst das höchste Gebäude der Welt. Jugenderinnerungen löste wiederum der Titelsong aus „Die glorreichen Sieben“ von 1960 aus, ein Stück voller Westernromantik, komponiert von Elmer Bernstein (1922 bis 2004). Mit „Der Herr segne und behüte uns“, einem getragenen und innigen zeitgenössischen Segenslied des Engländers John Rutter (geb. 1945) läuteten Brass-ON die Schlussphase des Konzertes ein und setzten mit „Leningrad“ von Billy Joel (geb. 1949) einen eindrücklichen Anti-Kriegsimpuls. „Ticket to ride“ (Lennon/Mc Cartney, 1965) war nach „When I‘ 64“ der zweite Beatles-Song des Konzertes und wurde von dem Ensemble um Albert Manner als perfekte akustische Zugfahrt dargestellt. Den Beifallsstürmen folgend, spielten Brass-ON noch zwei Zugaben, darunter den sozialkritischen Bergarbeiter-Song „Sixteen Tons“ aus dem Jahr 1947.

 

Die Musiker von Brass-ON gehören zahlreichen evangelischen Posaunenchören der Region an: Bei den Trompeten spielen Marleen Groetsch in Rosbach, Rouven Fritzius in Ulfa, Sebastian Kehl in Maulbach und Maximilian Althaus in Alsfeld, bei den Posaunisten sind Christian Troitsch ebenfalls in Rosbach, Florian Walther in Grebenau, Thilo Schulz in Friedberg und Daniel Eizenhöfer – wie sein Kollege Joscha Schmidt am Schlagzeug – in Hirzenhain bei Eschenburg musikalisch zu Hause. Für den jungen Tubisten Johannes Becker aus Romrod, der souverän neben Ensemble-Leiter Alfred Wanner agierte, war dieses Konzert seine Premiere mit Brass-ON. Das Ensemble leitet seinen Namen von den Kirchenbezirken Oberhessen und Nord-Nassau ab. Der Kontakt zur evangelischen Kirchengemeinde Ranstadt war über Kirchenvorstandsmitglied Gabriele Mickel und ihren Ehemann Richard Mickel zustande gekommen.


Ranstadt   18.01.2017     im Kreis-Anzeiger

„Die Kirche ist ein Heimatort“

 

 

GOTTESDIENST Ranstädter weihen ihre Kirche nach der Renovierung ein

RANSTADT - (mü). Unter großer Anteilnahme der Öffentlichkeit sowie zahlreicher Ehrengäste aus Kirche und Politik, Vereinen und Gewerbe ist die frisch renovierte evangelische Kirche Ranstadt wieder ihrer Bestimmung übergeben worden. Damit nahm eine 18-monatige Bau- und Erneuerungsphase ihr Ende, die viele Menschen in Ranstadt, aber auch die katholische Nachbargemeinde engagiert mitgetragen und begleitet hatten (der KA berichtete).

Eingangs ließen die Kirchenvorsteher Wolfgang Breitsprecher, Bernd Eberling, Gabriele Mickel und Claudia Meige im Dialog die Höhen und Tiefen dieser Phase lebendig werden, vor allem die umfassenden Probleme an Dachstuhl und Dachfuß, die im Vorfeld nicht absehbar waren und sowohl den Zeit- als auch den ursprünglich festgelegten Finanzrahmen sprengten. Hierbei wurde immer wieder die gute Kooperation mit Kirchenarchitekt Joachim Sykala, mit dem verantwortlichen Architekten vor Ort, Reinhold Melzer, und den beteiligten zwölf, überwiegend in der Region ansässigen Firmen betont sowie die Unterstützung durch private Spender. Bis zur neuen Akustikanlage, den Sitzkissen für die Kirchenbänke und nicht zuletzt zur Entsorgung von Bauschutt und Gesamtreinigung reichten die Aufgaben, die nun ihren Abschluss gefunden hätten, so die Kirchenvorsteher.

„Jetzt sind wir schon einmal dran, dann machen wir es auch richtig und haben anschließend fünfzig Jahre Ruhe“, habe Kirchenarchitekt Sykala zur Orientierung vorgegeben. „Was aber nicht heißen soll, dass wir unsere ‚neue‘ Kirche ab heute schonen und sie am besten nicht mehr betreten“, unterstrichen die Kirchenvorsteher und Pfarrer Thomas Philipp humorvoll.

In der Lesung sowie in seiner Predigt ging Philipp vielmehr den zahlreichen Bedeutungen des Tempels im Alten wie im Neuen Testament nach. Immer wieder werde hier das Wunder beschrieben, dass der Schöpfer des Alls Wohnung in einem menschengebauten Haus nehmen könne – und das Gefühl, diese Nähe Gottes zu den Menschen sei tatsächlich wahr und spürbar. „Ihre“ Kirche sei für die Bewohner einer Stadt, eines Dorfes ein Heimatort, in dem man Gemeinschaft erlebe und die wichtigen Stationen des Lebens feiere, so Philipp – dies sei ihm besonders gegen Ende der Sanierungsphase deutlich geworden, als die Ranstädter ihn immer dringender darauf angesprochen hätten, wann denn das Gotteshaus nun endlich wieder nutzbar sei. „Freuen wir uns, dass wir in einem Land leben, in dem Christen Kirchen bauen und erneuern, Glocken erklingen und ihre Pforten weit öffnen dürfen – auch für diejenigen, die ihre Heimat verloren haben“, so Philipp, der an Christenverfolgungen und Einschränkungen der Religionsfreiheit in aller Welt erinnerte. „Heimat – das ist ein schillernder Begriff. Verwenden wir ihn nicht rückwärtsgewandt, sondern zukunftsorientiert. Schaffen wir geistige Heimat, Gemeinschaft und die Möglichkeit, Wurzeln zu schlagen, Wärme zu finden, immer wieder neu, je nach den Bedürfnissen der Zeit und offen für alle, die danach suchen.“

Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von Heidrun Engel-Philipp an der Orgel, die zudem am Keyboard und im Sologesang Passagen aus dem Oratorium „Herr, ich habe lieb die Stätte deines Hauses“ rezitierte. Außerdem war das Ensemble „Querblech“ für den Gesangverein Eintracht Ranstadt eingesprungen, der aufgrund eines Trauerfalls kurzfristig absagen musste. Die Bläser begleiteten auch die anschließende Feierstunde im Bürgerhaus, bei der zahlreiche Ehrengäste in Grußworten ihre Freude über den Abschluss der Kirchenrenovierung unterstrichen.

 


Ranstadt    07.01.2017      im Kreis-Anzeiger

Lob für gute Zusammenarbeit

 

ABSCHLUSS:   Evangelische Kirchengemeinde feiert am kommenden Wochenende das Ende der langwierigen Kirchensanierung

RANSTADT - (mü). Am Sonntag in einer Woche, 15. Januar, findet ab 14 Uhr der offizielle Einweihungsgottesdienst der frisch sanierten und renovierten evangelischen Kirche in Ranstadt statt – natürlich im Gotteshaus selbst, das den Gläubigen bereits seit Weihnachten wieder zur Verfügung steht. „Damit findet eine eineinhalbjährige Bauphase ihr Ende“, erläutert Pfarrer Thomas Philipp, „deshalb feiern wir anschließend im Bürgerhaus Ranstadt bei Kaffee und Kuchen weiter, denn ich gehe davon aus, dass die Zahl der Interessierten und derer, die sich einfach mit uns freuen, die Fassungskraft unseres kleinen Gemeindesaals bei übersteigen wird.“

Im Juni 2015 waren die Sanierungsmaßnahmen in Angriff genommen worden, deren gesamtes notwendiges Ausmaß erst im Lauf der Zeit erkennbar wurde, wie Architekt Reinhold Melzer aus Büches erklärt, der an der Seite des zuständigen Kirchenarchitekten Joachim Sykala von der Evangelischen Kirche Hessen-Nassau für Planung, Organisation und Bauaufsicht verantwortlich zeichnete. Er lobt die Zusammenarbeit mit dem Bauausschuss des Kirchenvorstandes sowie mit insgesamt zwölf an der Sanierung beteiligten Firmen, die zum größten Teil in der Region ansässig sind.

Zunächst galt es, eine Drainage für die von der oberhalb der Kirche verlaufenden Straße herabfließenden Wassermengen zu schaffen. Während dieser Außenarbeiten wurden zugleich die teilweise gesprungenen Kirchenfenster restauriert. Im Innenraum wurden in Höhe der Fenster spezielle Heizstäbe angebracht, um die Auswirkungen der im Winter einfallenden Kaltluft zu mindern. „Ebenso wurde die komplette Beleuchtung des Gotteshauses auf den aktuellen Stand der Technik gebracht. Sie verfügt jetzt über LED-Leuchten, die den Raum gut ausleuchten und sich zudem bei Bedarf dimmen lassen“, erläutert Architekt Melzer. Pfarrer Philipp wiederum hebt die komplett erneuerte Mikrofonanlage inklusive Gehörlosenschleife hervor, Wolfgang Breitsprecher, Vorsitzender des Bauausschusses und stellvertretender Kirchenvorstandsvorsitzender, berichtet gemeinsam mit Malermeister Thomas Weber aus Nidda über die umfangreiche Komplettsanierung des Verputzes, der schwere Schädigungen aufwies, sowie die Farbgebung von Wänden und Decke, Kirchenbänken und Empore die überwiegend in einem hellen Grau-Weiß angelegt wurde. „Nach reiflicher Überlegung haben wir uns entschlossen, die ursprünglichen Rottöne nur noch vereinzelt beizubehalten, zum Beispiel in den Verzierungen der Kirchenbänke“, sagt Bernhard Eberling, der zusammen mit Gabriele Michel und Belinda Werner ebenfalls dem Bauausschuss angehörte. Die Evangelische Kirche Ranstadt wurde von 1732 bis 1739 im Stil des ländlichen Barock errichtet und zuletzt in den 80er Jahren grundlegend renoviert.

Trotz der umfangreichen Sanierungsmaßnahmen, die vor allem durch die notwendige großflächige Aufarbeitung speziell des Dachfußes länger dauerten, als geplant, konnte der Kostenrahmen eingehalten werden. 65 Prozent der Finanzierung wurde im Zuge eines Investitionsprogramms für künftige Generationen von der Landeskirche getragen. Die Gemeinde Ranstadt startete zur Erbringung ihres Anteils bereits im Frühjahr 2015 eine Aktion mit Miniatur-Spendenkirche, die als Sammelbüchsen in Geschäften postiert und gut gefüllt wurden. Auch Privatpersonen unterstützten die Arbeiten durch Spenden, hinzu kamen Sonderkollekten, zum Beispiel beim Ranstädter Weihnachtszauber 2016.

Dank des guten ökumenischen Verhältnisses mit der katholischen Kirchengemeinde waren Ranstadts evangelische Christen während des gesamten Zeitraums überdies niemals vollkommen „ohne Kirche“: Zweimal monatlich konnten sie ihre Gottesdienste in Sankt Anna abhalten, ihren alten Kirchenvorstand dort verabschieden und den neuen einführen sowie 2015 sämtliche Weihnachtsgottesdienste und das Krippenspiel in dem katholischen Gotteshaus abhalten.

Einige Kinder wurden in der Zwischenzeit im „Bellmuther Kapellchen“ getauft. „Wir wussten uns zu helfen und erhielten viel Unterstützung“, sagt Pfarrer Philipp, der allen Beteiligten dankte und sich mit ihnen auf den Einweihungssonntag freut.

 


Im  Tipp am 01.12.2016

Riesenkranz für Kirchgarten

Ein überdimensionaler Adventskranz – größer noch als ein Wagenrad – schmückt in diesem Jahr den Kirchgarten vor der Evangelischen Kirche in Ranstadt. Gerade rechtzeitig zur Wiedereröffnung der renovierten Kirche lädt er Besucherinnen und Besucher zu den Gottesdiensten und Andachten in der Adventszeit und zu Weihnachten ein. Schon am Samstag, 26. November’16 können sich die Besucher des Ranstädter „Weihnachtszaubers“ zu einem Rundgang durch den illuminierten Kirchgarten inspirieren lassen - gerade wenn's langsam dämmrig wird und nicht nur die erste Kerze auf dem Adventskranz leuchtet, sondern noch viel mehr Lichter eine wundervoll adventliche Stimmung in den Kirchgarten zaubern.

 

Der Kirchenvorstand dankt dem ehrenamtlichen Gartenpflegeteam rund um Ellen Breitsprecher für die Idee und die Gestaltung dieses wunderschönen Schmuckstückes, das in diesem Jahr ein echtes Highlight im Kirchgarten darstellt.

 

Das Team kümmert sich aber nicht nur um das adventliche Flair im Kirchgarten und überrascht immer wieder mit neuen Ideen, sondern hegt und pflegt das ganze Jahr über die Rabatten der Anlage.

 

 


Ranstadt,  27.10.2016  im Mitteilungsblatt der Gemeinde Ranstadt

Kinder-Kirchentag 2016

Kinder-Kirchentag ganz im Zeichen des Fisches

Im Zeichen des Fisches, den die ersten Christen vor 2000 Jahren als ihr geheimes Erkennungszeichen gewählt hatten, stand der diesjährige Kinder-Kirchentag der Ev. Kirchengemeinde Ranstadt am Samstag, 8. Oktober‘16. Im Gemeindehaus trafen sich 12 Kinder und das Kigo-Team. Mit einem kurzen Anspiel der Mitarbeiterinnen, fröhlichen Liedern und Erzählungen zum „Zeichen des Fisches“ verging die erste Stunde. Dem schloss sich eine Fischrallye durch den alten Dorfkern Ranstadts an. Buchstaben finden, Wörter zusammensetzen und Rätsel auflösen war die Aufgabe. Ein Aha-Erlebnis in unserem Kirchgarten: Die eine der beiden Holzskulpturen sieht ja auch aus wie ein Fisch! Sicher kein Zufall. Die Rallye endete auf der Wiese am Kindergarten mit Getränken und einem „Riesenfisch“-Kuchen. Mit guter Laune ging es zurück ins Gemeindehaus zum letzten Teil des Nachmittags, dem Basteln eines Windspielfisches und einer Plakette mit dem Zeichen des Fisches. Mit diesen „Ergebnissen“ des Kinder-Kirchentages und der Einladung zum Familiengottesdienst am nächsten Morgen wurden die Kinder verabschiedet.

Noch mit der bunten Dekoration des Kindertages im Gemeindesaal und den Berichten der Kinder über ihre Eindrücke feierte man einen stimmungsvollen Familiengottesdienst. Die Mitarbeiter – und bestimmt auch die Kinder - freuen sich jetzt schon auf den Kindertag 2017.


 

Ranstadt,  27.10.2016  im Mitteilungsblatt der  Gemeinde Ranstadt

Gemeinsamer jährlicher Tagesausflug

Vom Früchteteppich über Point Alpha nach Fulda

Die Rhön war das Ziel unseres diesjährigen Mitarbeiterausfluges im September.

Erste Station war der Früchteteppich in der alten Dorfkirche von Sargenzell (siehe Bild).

Die Vorlage für das diesjährige Motiv ist das Bild „Madonna der Barmherzigkeit“, gemalt 1579 von Federico Barocci (1535-1612). Über die Entstehung des kunstvollen Früchteteppichs gab eine Gästeführerin gerne Auskunft. Das wochenlange Auslegen des Bildes mit Samenkörnern und die meisterliche Kunst der Darstellung beeindruckte alle.

Danach fuhren wir an die hessisch – thüringische Grenze zum Point Alpha, dem alten US-Camp an der ehemaligen dt.-dt. Grenze bei Rasdorf. Heute ein Freiluftmuseum, ist die damalige Situation im geteilten Deutschland an der Grenze noch spürbar. Die Möglichkeit der gegenseitigen totalen Zerstörung ist anhand der alten Militärpläne beeindruckend.

Bei zunehmenden Regen fuhren wir in Richtung Wasserkuppe, entschieden aber unterhalb des Berges, der sich in dichten Nebel hüllte, direkt nach Fulda weiter zu fahren.

Dort verbrachten wir den Nachmittag mit gemeinsamer Besichtigung des Domes und der Michaelskapelle. Einige zog es anschließend gleich in die Cafés der Altstadt, während andere noch die prächtigen Räume des barocken Stadtschlosses besuchten. Ein Spaziergang durch den schönen Residenzgarten am Stadtschloss war nur mit Regenschirm möglich; denn leider hörte es nicht mehr auf zu regnen. Das Abendessen auf dem Rückweg in Bermuthshain rundete den Tag ab.

Der kunstvoll gelegte Früchteteppich wird bestaunt. (Foto: Th.Philipp)
Der kunstvoll gelegte Früchteteppich wird bestaunt. (Foto: Th.Philipp)

Ranstadt  31.05.2016   im  Kreis-Anzeiger

Investition für kommende Generationen

 

 

SANIERUNG Seit einem Jahr wird evangelische Kirche Ranstadt instand gesetzt /

Keine historischen Farbreste gefunden

RANSTADT - (ten). Seit einem Jahr wird die evangelische Kirche in Ranstadt saniert. Obwohl das Ausmaß der Schäden am Dachstuhl erst während der Arbeiten sichtbar wurde, liegen die Arbeiten im Zeit- und Kostenplan, erklärte Architekt Reinhold Melzer bei einer Begehung. Das Erntedankfest soll die Ranstädter Gemeinde wieder in ihrer Kirche feiern können.

Derzeit bestimmen allerdings Gerüste, Holz- und Folienverkleidungen den Innenraum der Kirche. Wände und Decken sind bereits verputzt. Mitglieder des Kirchenvorstands und Pfarrer Thomas Philipp hatten sich jetzt mit Melzer, Achim Sykala von der Kirchenverwaltung und den Handwerkern getroffen, um die Farbfassung des Kirchenraums zu besprechen.

Historische Farbreste, wie sie in manchen Kirchen unter alten Putzschichten auftauchen, seien in Ranstadt nicht gefunden worden, berichtete Sykala. Im Gegenteil. Drei bis vier verschiedene Putzschichten aus unterschiedlichsten Materialien wie Lehm, Kalk und Gips hätten abgetragen werden müssen. „Eigentlich ist in der Kirche schwer gewütet worden“, beurteilte er die Arbeiten früherer Generationen.

Auch im Dachstuhl waren erhebliche Sanierungsarbeiten an der Kirche notwendig. Durch Schäden der Außenhaut aber auch an den Kontaktstellen zwischen Holz und Stein sei das Holz geschädigt und teilweise von Pilzen und Insekten befallen gewesen.

Rund 200 000 Euro sind seit Juni des vergangenen Jahres in die Sanierung der Kirche geflossen. 65 Prozent davon wird von der Landeskirche finanziert. Damit reihe sich Ranstadt in ein Investitionsprogramm ein, das bereits einige Jahre läuft. „Seit 20 Jahren wird eine Kirche nach der anderen intensiv instand gesetzt“, hatte Jürgen Knöss, der mit den Holzarbeiten in der Ranstädter Kirche beauftragt ist, beobachtet. „Da kann man nur den Hut vor ziehen.“ Sykala erklärte, dass die Landeskirche derzeit in der Lage sei, diese Sanierungen zu finanzieren. Das seien Investitionen auch für kommende Generationen. Eine Innensanierung halte etwa 40 Jahre, ein neues Dach rund 100 Jahre.